Dethleffs passt sich den Marktveränderungen an – Investition in Höhe von 11 Millionen Euro geplant
Das Modelljahr 2008 war geprägt von Überkapazitäten im Markt und Abverkaufsaktionen fast aller Hersteller. Nachdem Dethleffs im vergangenen Jahr gut in die neue Saison gestartet ist, war der Allgäuer Hersteller noch zuversichtlich, ein erneutes Rekordjahr erreichen zu können. Allerdings hat sich der Wind im Frühjahr deutlich gedreht. Hohe Bestände am Markt machten der Branche sehr schwer zu schaffen. Einige Mitbewerber starteten schon früh mit extrem aggressiven Abverkaufsaktionen, die auch Dethleffs deutlich zu spüren bekam. Doch trotz allem ist das Isnyer Unternehmen im Modelljahr 07/08 mit einen blauen Auge davongekommen. Dethleffs hat frühzeitig gegengesteuert und Kapazitäten bewusst reduziert. Mit Kleinserien ist es gelungen, die Bestände in einem überschaubaren Rahmen zu halten. „Das geringe Ausmaß unserer Abverkaufsaktionen führt dazu, unser Kapital nicht für Rabatte verschleudern zu müssen, sondern weiter in das Unternehmen, in Produkte und in die Marke investieren zu können. Unser Ziel ist, langfristiger Erfolg und eine Konsolidierung auf hohem Niveau, denn wir können mit dem Umsatz der Dethleffs Gruppe immer noch sehr zufrieden sein“, so Thomas Fritz, Geschäftsführer der Dethleffs GmbH & Co. KG. Die Dethleffs Gruppe, zu der auch die Sunlight GmbH und die McRent Holding gehören, wird dieses Geschäftsjahr voraussichtlich mit einem Umsatz von 349,3 Millionen Euro abschließen können. Das ist trotz der schwierigen Zeiten eine Steigerung von knapp 2,9 Prozent zum Vorjahr. Allerdings kam es innerhalb der Gruppe zu einer Verschiebung der Umsätze zum Vorteil der Einsteigermarke Sunlight. Bis zum Abschluss des Geschäftsjahres wird die Dethleffs Gruppe ca 5.080 Caravans sowie ca. 8.290 Reisemobile produziert haben.
Investitionen
„Über 11 Millionen Euro investieren wir im neuen Modelljahr in das Dethleffs Werk. Die komplette Vorfertigung wird neu strukturiert und auf die sich verändernden Anforderungen hinsichtlich kleinerer Losgrößen und Qualitätsansprüche wie beispielsweise der Umstellung von Flachkanten auf Dickkanten angepasst“, berichtet Fritz. Alleine knapp zwei Millionen Euro entfallen dabei auf ein neues Leisten-Bearbeitungs-Zentrum, auf neue CNC Maschinen und einen Wasserstrahlschneider für Styropor, die alle flexibler einsetzbar sind, eine bessere Rohstoffverwertung und höhere Qualität garantieren.
Ein anderer wichtiger Punkt wird das Thema „Energieeinsparung“ sein. „Wir werden im nächsten Jahr unser Heizkraftwerk austauschen“, fährt Fritz fort. „Das neue 6-Megawatt Bio-Masse-Kraftwerk wird es uns ermöglichen, bis auf nur wenige, besonders kalte Tage im Jahr, komplett autark, nur mit den bei uns anfallenden Holzabfällen zu heizen.“ Dies entspricht einer Einsparung von ca. 100.000 Liter Heizöl pro Jahr.
Auf dem zwischenzeitlich noch mal vergrößerten Dethleffs Werksgelände wird bis Anfang nächsten Jahres eine neue Halle entstehen, in die der Musterbau umziehen wird. In Isny, direkt gegenüber der McRent-Vermietstation, entsteht zudem ein Kunden-Center, das zukünftig die Reparaturabteilung beherbergen wird. Beide Umzüge – der vom Musterbau und der Reparaturabteilung – schaffen Platz für eine Neuorganisation der Produktionsbänder.
Dethleffs zielt alle Maßnahmen darauf ab, in Zukunft noch flexibler auf Marktsituationen eingehen zu können. Die effiziente Produktion kleinerer Losgrößen hat den Vorteil, dass die Lagerbestände deutlich reduziert werden können und Dethleffs noch intensiver auf Kundenwünsche eingehen kann.
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